Was kostet eine Website für Handwerksbetriebe? Ehrliche Preise und Einflussfaktoren

Die ehrliche Antwort zuerst: Es gibt keine einzelne Zahl, die für jeden Handwerksbetrieb stimmt. Aber es gibt auch keinen Grund, deshalb bei "kommt ganz drauf an" stehen zu bleiben, wie es die meisten Seiten zu diesem Thema tun. Hier sind konkrete Preisspannen, die Faktoren dahinter, und eine ehrliche Einschätzung, wann sich welche Investition lohnt.

Die drei üblichen Wege zu einer Website

Baukasten (Wix, Jimdo und ähnliche): 0 bis 500 Euro einmalig, dazu 15 bis 40 Euro im Monat. Funktioniert, wenn du selbst Zeit und ein Gefühl für Texte und Gestaltung mitbringst. Für die meisten Handwerksbetriebe fehlt genau das im Alltag, und am Ende sieht die Seite dann auch so aus wie tausend andere Baukasten-Seiten.

Freelancer oder kleine Agentur: 800 bis 5.000 Euro, je nach Umfang. Hier bekommst du individuelles Design und meistens auch persönliche Betreuung. Die Bandbreite ist groß, weil "Freelancer" von der Studentin nebenbei bis zum erfahrenen Profi alles umfasst.

Spezialisiertes Studio mit Fokus auf deine Branche: ab etwa 3.000 Euro aufwärts, nach oben offen. Der Unterschied ist nicht in erster Linie das Handwerk der Umsetzung, sondern dass jemand deine Branche, deine Kunden und deine Konkurrenzsituation schon kennt, bevor er den ersten Satz schreibt.

Was den Preis wirklich treibt

Nicht die Anzahl der Unterseiten ist der größte Kostenfaktor, auch wenn das oft so verkauft wird. Entscheidend sind vier Dinge:

Wer schreibt die Texte. Selbst geschriebene Texte sparen Geld, kosten dich aber Zeit und liefern selten das Ergebnis, das ein Außenstehender mit Erfahrung liefert. Professionell geschriebene, auf deinen Betrieb zugeschnittene Texte sind bei den meisten Projekten der Punkt, der den Preis am stärksten nach oben treibt, weil hier die eigentliche Arbeit steckt.

Wie individuell das Design ist. Eine angepasste Vorlage ist günstiger als ein Design, das komplett auf deinen Betrieb zugeschnitten ist. Beides kann funktionieren, die Frage ist, wie sehr du dich von deinen Mitbewerbern abheben willst.

Technischer Umfang. Ein Kontaktformular und eine Anfahrtskarte sind Standard. Ein Buchungssystem, eine Produktdatenbank oder eine Anbindung an dein Warenwirtschaftssystem sind es nicht, und das kostet entsprechend mehr Zeit.

Fotos. Echte Fotos von echten Projekten und echten Mitarbeitern statt Stockfotos brauchen entweder einen Fototermin oder gutes vorhandenes Material. Wer beides nicht hat, sollte das von Anfang an einplanen, nicht erst kurz vor dem Launch.

Was ein Projekt bei MoonWorks kostet

Bei MoonWorks arbeite ich mit einem Stundensatz von 80 Euro, transparent nach Aufwand statt mit versteckten Pauschalen. Zur Orientierung, was das in der Praxis bedeutet:

Eine solide Website für einen Handwerksbetrieb, mit eigenem Text, klarer Struktur und einer Basis-Suchmaschinenoptimierung, bewegt sich meistens zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Der Unterschied innerhalb dieser Spanne hängt fast immer an der Textarbeit und daran, wie viel eigenes Material wie Fotos oder Referenzen schon vorhanden ist.

Kommen weitere Bausteine dazu, etwa Kampagnen für Google oder Meta Ads, eine Anbindung an bestehende Systeme, oder ein laufender Servicevertrag für Pflege und kleine Änderungen, kommt entsprechend mehr dazu. Das lässt sich nicht seriös pauschalisieren, deshalb gehört es in ein persönliches Gespräch, nicht auf eine allgemeine Preisliste.

Für wen sich das lohnt, und für wen nicht

Eine höhere Investition lohnt sich, wenn du dich schon länger fragst, warum Kunden dich nur über den Preis vergleichen, und wenn du bereit bist, dafür auch etwas von dir und deinem Betrieb zu zeigen, statt nur eine Leistungsliste online zu stellen.

Sie lohnt sich nicht, wenn du in erster Linie eine schnelle, günstige Online-Präsenz brauchst, etwa als Übergangslösung, oder wenn intern noch gar nicht klar ist, wofür der Betrieb eigentlich steht. Das lässt sich mit keinem Website-Budget der Welt auffangen, das ist unabhängig vom Preis eine Vorarbeit, die zuerst passieren muss.

Laufende Kosten nicht vergessen

Neben dem einmaligen Aufbau fallen laufend Kosten für Hosting an, meistens zwischen 10 und 30 Euro im Monat, dazu regelmäßige Wartung und Updates, wenn du das nicht selbst übernehmen willst oder kannst. Wer das von Anfang an einplant, erlebt später keine bösen Überraschungen, wenn die Seite plötzlich langsam wird oder ein Update ansteht.

Der Preis ist selten das eigentliche Problem

Wenn du gerade über eine neue Website nachdenkst, lohnt sich neben der Preisfrage noch eine zweite Überlegung: Ob eine neue Seite überhaupt das Problem löst, das du eigentlich hast. Zwei Artikel, die genau da ansetzen:

Warum Kunden dich nur über den Preis vergleichen

Deine Website bringt keine Anfragen? Sie hat nichts zu sagen


Über den Autor
Andreas Gräber arbeitet seit über zwanzig Jahren mit inhabergeführten Betrieben daran, ihren Auftritt unverwechselbar zu machen. Heute unterstützt er sie außerdem dabei, ihr Büro mit KI-Tools zu entlasten, ohne dass die eigene Handschrift verloren geht.